TRANSSIB-INFO
Praktische Tipps und hilfreiche Informationen für Ihre Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn
Die Transsib ist mehr als eine Zugfahrt – es ist ein Abenteuer durch unendliche Weiten, faszinierende Städte und verschiedene Kulturen.
Hier finden Sie die wichtigsten Tipps, damit Ihre Reise unvergesslich wird.
Die Transsibirische Eisenbahn verbindet Moskau mit Wladiwostok auf über 9.000 Kilometern – durch 7 Zeitzonen, vorbei an Seen, Flüssen und beeindruckenden Landschaften.
Doch wie reisen Sie am besten? Mit dem Linienzug oder einem Touristensonderzug? Hier die wichtigsten Unterschiede.
Unsere Empfehlung: Reisen im Linienzug mit längeren Aufenthalten in den Städten. So erleben Sie die Transsib authentisch und in Ihrem eigenen Tempo.
Die Transsib kann das ganze Jahr über bereist werden – und jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz.
Wählen Sie die Zeit, die am besten zu Ihren Wünschen passt.
Die Übergangszeiten bieten angenehme Temperaturen, weniger Reisende und wunderschöne Farben. Perfekt für alle, die die Transsib in Ruhe genießen und dabei echte Kontraste erleben möchten.
Eine Reise mit der Transsib ist ein Erlebnis für sich. Erfahren Sie, wie der Alltag an Bord aussieht
und was Sie unterwegs rund um Komfort, Verpflegung und praktische Dinge wissen sollten.

Wer zu zweit reist und mehr Privatsphäre möchte, kann ein komplettes Vierbettabteil für sich buchen. Die beiden oberen Liegen bleiben dann frei und lassen sich hochklappen – dadurch wirkt das ohnehin kompakte Abteil gleich wesentlich großzügiger. Genau diese Variante empfehlen wir auch auf unseren Reisen.
Etwas komfortabler ist die 1. Klasse, in der sich nur zwei Schlafplätze im Abteil befinden. Sie ist allerdings nicht in allen Zügen verfügbar. Abenteuerlicher geht es in der 3. Klasse (Platzkartny) zu: Hier gibt es keine geschlossenen Abteile, die Schlafplätze befinden sich offen im Wagen. Wer gern mitten im russischen Reisealltag unterwegs ist, erlebt hier besonders viel – auf Privatsphäre muss man allerdings weitgehend verzichten.

Wer zwischendurch etwas Abwechslung möchte, kann längere Aufenthalte an den Bahnhöfen nutzen, um sich mit Proviant zu versorgen. Für die Fahrt empfiehlt es sich ohnehin, einige persönliche Lieblingssnacks, Obst oder andere Kleinigkeiten mitzunehmen – schließlich verbringt man auf manchen Strecken viele Stunden im Zug. Der Speisewagen und der eigene Reiseproviant ergänzen sich deshalb sehr gut.
Ein echter Klassiker russischer Fernzüge ist der Samowar. Er befindet sich in jedem Wagen in der Nähe des Dienstabteils der Zugbegleiter und liefert heißes Wasser. So können Sie sich jederzeit einen Tee oder Kaffee zubereiten – oder auch eine schnelle Suppe, wenn Ihnen danach ist. Tee und kleinere Snacks sind außerdem häufig beim Zugpersonal erhältlich.
Auch auf einer mehrtägigen Zugfahrt lässt sich der Alltag an Bord unkompliziert organisieren. In den Wagen stehen den Reisenden sanitäre Einrichtungen mit Toilette und Waschbecken zur Verfügung. Sie werden vom Zugpersonal regelmäßig gereinigt und gehören zum festen Bestandteil des Lebens an Bord.
Natürlich darf man dabei nicht den Komfort eines Hotels erwarten. Gerade deshalb empfiehlt es sich, für längere Etappen ein kleines persönliches Reiseset mitzunehmen – zum Beispiel Seife, Feuchttücher, Toilettenpapier und alles, was Sie für die tägliche Körperpflege benötigen. So sind Sie unabhängig und auch auf längeren Strecken gut vorbereitet.
Frische Bettwäsche und Handtücher werden für die Fahrt bereitgestellt. Wer mehrere Nächte im Zug verbringt und einen Wechsel benötigt, kann sich an das Zugpersonal wenden. Insgesamt sind die Verhältnisse in den Fernzügen zweckmäßig und auf lange Reisen ausgelegt – mit ein wenig Vorbereitung lässt sich auch eine mehrtägige Etappe angenehm verbringen.

Wie auf jeder längeren Reise empfiehlt es sich dennoch, mit persönlichen Dokumenten, Geld und anderen Wertgegenständen aufmerksam umzugehen. Reisepass, Geldbörse und wichtige Unterlagen sollten Sie möglichst bei sich behalten und nicht unbeaufsichtigt im Abteil oder auf dem Gang liegen lassen. Größeres Gepäck kann dagegen in den dafür vorgesehenen Stauräumen des Abteils untergebracht werden.
Bei längeren Aufenthalten unterwegs können Sie den Zug verlassen und sich auf dem Bahnsteig etwas bewegen oder Proviant kaufen. Achten Sie dabei unbedingt auf die Abfahrtszeit und nehmen Sie Ihre wichtigsten Dokumente mit. Vor allem auf einer Reise über Tausende Kilometer gilt: Mit etwas Aufmerksamkeit und den üblichen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Leben an Bord ganz entspannt genießen.
Auf einer langen Zugreise lohnt es sich, beim Gepäck etwas praktischer zu denken als bei einem gewöhnlichen Hotelaufenthalt. In den Abteilen gibt es verschiedene Möglichkeiten, Koffer und Taschen zu verstauen. Besonders praktisch ist der Stauraum unter den unteren Liegen; zusätzlich kann kleineres Gepäck je nach Wagentyp auch oberhalb der Tür oder auf dafür vorgesehenen Ablagen untergebracht werden.
Für die Dinge, die Sie während der Fahrt regelmäßig benötigen, empfiehlt sich eine kleinere Tasche oder ein Rucksack. Kleidung für die Nacht, Hygieneartikel, Medikamente, Ladegeräte, etwas Proviant und andere persönliche Dinge sind dann jederzeit griffbereit, ohne dass Sie jedes Mal den großen Koffer hervorholen müssen.
Generell gilt: Je kompakter das Gepäck, desto angenehmer das Leben im Abteil. Große und schwere Koffer lassen sich zwar unterbringen, nehmen aber unnötig Platz weg und sind beim Ein- und Aussteigen weniger praktisch. Wer für mehrere Tage im Zug unterwegs ist, reist deshalb am bequemsten mit überschaubarem Gepäck und einer guten Aufteilung zwischen Koffer und Handgepäck.
Auf Ihrer Reise von Moskau nach Wladiwostok durchqueren Sie mehrere Zeitzonen.
Hier sehen Sie, wie sich die Zeit unterwegs verändert.
Gut zu wissen
Die Zeiten beziehen sich auf die Differenz zu Moskau (MEZ).
Bitte beachten Sie, dass es in Russland keine Sommerzeit gibt.
Beeindruckende Fakten zur längsten Eisenbahnstrecke der Welt