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St. Petersburg & Moskau

Drei Städte, drei Epochen – entdecken Sie St. Petersburg, Moskau und Weliki Nowgorod

Das zaristische, westlich geprägte St. Petersburg mit seinen unzähligen Prachtbauten, das altrussische Weliki Nowgorod mit seinen trutzigen Kremlmauern und schließlich Moskau, die gigantische Millionenmetropole, eine Stadt der Superlative, eine Stadt mit unendlich vielen Gesichtern, spannend, beeindruckend und unvergesslich.

St. Petersburg - Zarenpracht an der Ostsee

Winterpalast / Eremitage

Winterpalast / Eremitage

An einem Tag werden Sie die Kunstwerke der Eremitage ganz sicher nicht schaffen, selbst eine Woche wäre wohl zu wenig. Drei Millionen Exponate sind im mächtigen Winterpalais der einstigen Zaren ausgestellt. Damit gehört die Eremitage zu den bedeutendsten Kunstmuseen weltweit. Malerisch liegt der riesige Gebäudekomplex am Ufer der Newa und empfängt seine Besucher mit prächtigen Sälen, voll mit weltberühmten Kunstschätzen unterschiedlichster Epochen: Sie können das „Gold der Skythen“ bewundern, russische Ikonen, historische Kostüme, Fabergé-Juwelen und Werke von da Vinci, Rembrandt, Rubens, van Gogh und Monet bestaunen, um nur einige wenige zu nennen. Damit übrigens keine Nager den kostbaren Bildern zu Leibe rücken, beschloss Zarin Elisabeth Petrovna im Jahr 1745 im Palast einige tierische Wächter anzusiedeln: Katzen. Sie leben bis heute in der Eremitage, etwa 50 Palastkatzen sind es aktuell.

Peter-Paul-Festung

Peter-Paul-Festung

Die Geburtsstätte von St. Petersburg. Hier, zwischen den mächtigen Mauern der Peter-Paul-Festung, begann die große Geschichte von St. Petersburg. 1703 legte Zar Peter der Große mit der Peter-Paul-Festung den Grundstein für seine auf Inseln und Sumpfgelände erbaute Stadt direkt an der Newa-Mündung. Einst Symbol für seinen Herrschaftsanspruch über einen Ostsee-Zugang, ist die Festung auf der Haseninsel heute ein Ort, in dessen Museen ein Stück St. Petersburger Geschichte lebendig wird. Schon von weitem sichtbar ist das wichtigste Gebäude der Insel: die Peter-Paul-Kathedrale mit ihrem nadelschlanken, vergoldeten Glockenturm, der bis zum Bau des Fernsehturms der höchste der Stadt war. Sie war die erste Kirche Russlands, die im westlichen Stil erbaut wurde und ist bis heute Grabstätte der Romanows. In ihren Seitenkapellen fanden Peter der Große und fast alle Zaren der Romanow-Dynastie ihre letzte Ruhestätte.

Auferstehungskathedrale

Auferstehungskathedrale

Sie ist nicht nur die einzige große Kirche in der St. Petersburger Innenstadt, mit ihren altrussischen Zwiebeltürmen und farbenfrohen Mosaiken ist sie auch die mit Abstand auffallendste. Zar Peter der Große hatte den Bau von Kirchen mit Zwiebeltürmen in seiner europäisch anmutenden Stadt ausdrücklich untersagt. Seine Nachfolger jedoch hielten sich nicht dran und so entstand zwischen 1883 und 1912 die Auferstehungskathedrale, auch Blutkirche genannt. Errichtet wurde sie an der Stelle, an der Zar Alexander II einem Attentat zum Opfer fiel. Nach dem Vorbild der Basilius-Kathedrale in Moskau errichtet, wurde sie von den berühmtesten Künstlern der Zeit außen und innen über und über mit Mosaiken verziert, zig Millionen Steinchen auf vielen tausend Quadratmetern. Während der einzigartige Bau in der Sowjetunion mehrfach abgerissen werden sollte, gilt die Auferstehungskathedrale heute als das zweitgrößte Mosaikmuseum der Welt.

Schloss Peterhof

Schloss Peterhof

Man kommt aus dem Staunen kaum heraus. Sei es das prächtige Hauptschloss mit seinen kostbaren, gold- und seideverzierten Innenräumen, sei es die Große Kaskade, von der das Wasser in den 400 Meter langen Meereskanal fließt, oder der einzigartige Park mit seinen in der Sonne glitzernden Wasserspielen. Schloss Peterhof gehört zu den schönsten barocken Schlossanlagen der Welt. Erbaut wurde die Prachtresidenz von 1714 bis 1723 von Peter dem Großen als Symbol seiner Macht. Dass er sich dabei von der Schlossanlage Versailles inspirieren ließ, erkennen Schlossliebhaber auf den ersten Blick. Allein die geometrisch gegliederten Barockgärten, die zu den schönsten weltweit gehören, sind einen Besuch wert. Perfekt angelegte Alleen, in Form geschnittene Pflanzenskulpturen, zu Ornamenten gepflanzte Rabatte, dazwischen elegante Pavillons und die weltberühmten, spektakulären Kaskaden und Fontänen. Allein 144 sind es im Unteren Park – und keine von ihnen benötigt eine Pumpe. Unterirdische Wasserquellen, das natürliche Gefälle und ein ausgeklügeltes Rohrsystem genügen, um die Wasserspiele nie versiegen zu lassen.

Zarskoje Selo (Puschkin) mit Katharinenpalast

Zarskoje Selo (Puschkin) mit Katharinenpalast

Schon die Front des Katharinenpalastes ist beeindruckend: 300 Meter lang, verziert mit unzähligen Säulen, goldenen Kapitellen und einer Fülle von Skulpturen, strahlt sie einen einmaligen Glanz und Prunk aus. Residiert haben hier gleich vier Zaren, nachdem der berühmte italienische Baumeister Rastrelli dem Bauwerk sein heutiges, prunkvolles Aussehen verliehen hatte. Im Inneren des Palastes befindet sich das wohl berühmteste Zimmer der Welt: das Bernsteinzimmer. 1755 wurde es von Rastrelli erbaut, im zweiten Weltkrieg verschwand es spurlos, heute können Sie die originalgetreue Nachbildung dieses „achten Weltwunders“ bestaunen. Ebenso sehenswert ist der „Große Saal“, der zu den größten und prunkvollsten Ballsälen Europas gehört. Und natürlich der Park von Zarskoje Selo: Mehr als 100 historische Bauwerke, Skulpturen, Brücken und Pavillons gibt es in dem 600 Hektar großen Gelände zu entdecken.

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SehenswürdigkeitenWeitere Orte

Moskau - Die Hauptstadt Russlands

Der Rote Platz

Der Rote Platz

Den Mittelpunkt für Jahrmärkte, politische Zusammenkünfte und religiöse Feste in Moskau bildet der sogenannte Rote Platz. Ein Ort, der im 15. Jahrhundert von Iwan III. dazu bestimmt worden war, nicht bebaut zu werden. Zu dieser Zeit diente er als Handelsplatz für Pelze und Schmiedeerzeugnisse und trug daher auch diesen Namen (Handelsplatz).

Erst im Laufe des 17. Jahrhunderts wurde er in „Krassnaja Ploschtschad“ umbenannt. Dieser Name ließ sich früher in zwei Weisen übersetzen. Zum einen in die heutige Bezeichnung „Roter Platz“, aber auch in „Schöner Platz“. Während früher Letzteres eher verwendet wurde, hat sich in der heutigen Sprache „Rot“ als Übersetzung für „krassnaja“ durchgesetzt.

Umringt wird der ca. 75.000 m² große Rote Platz im Südosten von der atemberaubenden Basilius-Kathedrale, im Westen von dem bekannten Lenin Mausoleum und im Norden von dem namhaften Kaufhaus Gum.

Im Jahre 1990 wurde der Rote Platz in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Empfehlenswert ist es, diesen Ort zu Anfang des Aufenthalts in Moskau zu besuchen, da er einen spektakulären ersten Eindruck über die Stadt vermittelt.

Die Basilius-Kathedrale

Die Basilius-Kathedrale

Aufgrund ihrer neun, unterschiedlich bunten Zwiebeltürmen zählt die Basilius-Kathedrale zu den berühmtesten und schönsten Religionshäusern der Welt. Zar Iwan IV. gab sie als Andenken an die Unterwerfung der Tataren bei Kasan 1555 in Auftrag. Sie befindet sich auf dem berühmten Roten Platz.

Spannend ist die kreuzförmige Anordnung von vier Kirchen, deren Zwischenräume wiederum von vier zusätzlichen Kirchen gefüllt werden. Die Zwiebeltürme dieser Kirchen variieren in ihren Höhen und in ihrer Grundform. Während die Türme der Hauptkirche achteckig sind, haben die Türme in den Zwischenräumen eine viereckige Grundform. Diese viereckigen und achteckigen Strukturen haben ihre Bedeutung in der Religion. Die Zahl 4 steht unter anderem für das Irdische und die vier Himmelsrichtungen. Die Zahl 8 ist ein Symbol für die Glückseligkeit und die Auferstehung Christi. Aus der Mitte des Gebäudes ragt der größte aller Türme mit einer goldenen Kuppel empor. Insgesamt weist er eine Höhe von ca. 115 Metern auf.

Man sagt, dass Iwan der Schreckliche den Erbauern dieser grandiosen und einmaligen Kathedrale, Barma und Postnik, das Augenlicht nahm, um zu vermeiden, dass ein ähnliches oder sogar schöneres Bauwerk erschaffen werden konnte.

Tretjakow Galerie

Tretjakow Galerie

Neben der Ermitage in St. Petersburg ist die Tretjakow Galerie eine der größten und beliebtesten Kunstsammlungen in Moskau. Und sie ist die weltweit beste Sammlung russischer Kunst. Gegründet 1856 vom leidenschaftlichen Sammler Tretjakow, beherbergt sie rund 140.000 russische Kunstwerke vom 11. Jahrhundert bis in die Moderne. Die Sammlung reicht von Ikonen, Gemälden und Skulpturen bis zu altrussischer Juwelierkunst und kostbaren Handarbeiten. Während im Hauptgebäude in der Lawruschinskij Gasse traditionelle russische Kunst auf die Besucher wartet, präsentiert der Standort am Krimskij Wal die sehenswerten Werke russischer Künstler der Avantgarde und des sozialistischen Realismus.

Metro

Metro

Wie vieles in Moskau ist auch die Metro ein Ort der Superlative: Mit 2,4 Milliarden Fahrgästen pro Jahr gehört sie zu den am stärksten frequentierten der Welt, zudem hat keine andere Bahn tieferliegende Tunnel und Bahnhöfe und schließlich ist sie die prachtvollste Bahn von allen. Schon seit 1935 ist sie im Moskauer Untergrund unterwegs und eine Fahrt mit ihr lohnt schon allein wegen der Bahnhöfe. Die als „unterirdische Paläste“ bezeichneten riesigen Hallen empfangen die Fahrgäste mit Marmorsäulen und weiten Kuppeln, mit stuckgerahmten Goldmosaiken, riesigen Kronleuchtern und lebensgroßen Bronzefiguren. Als die schönste gilt die Station Komsomolskaja, aber auch die Stationen Mayakovskaya, Ploshchad Revolyutsii und Arbatskaja lohnen einen Ausstieg, zumal alle Prachtstationen die Handschriften unterschiedlicher Architekten tragen und unterschiedlichen Themen gewidmet sind.

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Sehenswürdigkeiten

Weliki Nowgorod - Eine der ältesten Städte Russlands

Auf halbem Weg zwischen St. Petersburg und Moskau liegt eine der ältesten Städte Russlands: Weliki Nowgorod – Großes Nowgorod. Jahrhundertelang war Nowgorod eines der wichtigsten Handelszentren Osteuropas. Eine Vergangenheit, die bis heute ihre sehenswerten Spuren hinterlassen hat: Nowgorod ist ein Zentrum kulturhistorischer Denkmäler. Ein Muss sind die mächtigen Kremlmauern, hinter denen sich das Wahrzeichen der Stadt, die Sophienkathedrale aus dem 11. Jahrhundert erhebt. Werfen Sie unbedingt einen Blick auf die berühmten Bronzetüren, die Mitte des 12. Jahrhunderts in Magdeburg gegossen wurden. Die beste Aussicht über Stadt, Kirche und den Fluss Wolchow genießt man von einem der neun Wehrtürme des Kremls. 52 Kirchen und unzählige silber- und goldglänzende Zwiebeltürme krönen die Altstadt, die seit 1992 zum Weltkulturerbe gehört.

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Zwei Metropolen – Geschichte, Kultur und Kontraste