Reiseinformationen Goldener Ring

Die schönsten und am besten erhaltenen altrussischen Städte des Goldenen Rings

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Sie möchten das alte Russland kennenlernen? Das Russland der schneeweißen Kirchen, prächtigen Klöster und goldglänzenden Zwiebeltürme? Doch machen Sie sich einfach selbst ein Bild und entdecken Sie die russische Seele und Gastfreundschaft jenseits des Moskauer Trubels. In Sergijew Possad pilgern Sie durch das größte Kloster Russlands, in Rostow spiegeln sich die unzähligen Türme des Kreml im Nerosee, Susdal mit seinen mehr als 300 historischen Gebäuden ist eine begehrte Filmkulisse und Wladimir als ehemalige Hauptstadt des Alten Rus gilt vielen als die Schönste.

Wladimir

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Moskau war noch eine kleine Holzfestung inmitten der weiten russischen Wälder, als Wladimir seine Blütezeit erlebte. 1108 gegründet, war die Stadt schon wenige Jahre später die Hauptstadt des Wladimir-Susdal-Großfürstentums, ein Reich, das sich über ganz Nord-Ost-Russland erstreckte. Und natürlich brauchte eine Hauptstadt prachtvolle, imposante Gebäude, die heute zu den wichtigsten Denkmälern Russlands zählen.

Schreiten Sie durch das mächtige Goldene Tor, das letzte erhaltene der einstigen Festungsanlage, und werfen Sie einen Blick in die 800 Jahre alte Mariä-Entschlafens-Kathedrale. Das Wahrzeichen der Stadt mit ihren goldenen Kuppeln wurde zum Vorbild vieler orthodoxer Sakralbauten.

Ebenso alt ist das Christi-Geburt-Herrenkloster, eines der ältesten in Russland, während Sie die Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale mit geradezu jungen Wandgemälden aus den Jahren 1647/48 empfängt. Bei aller Historie sollte man bei einem Besuch Wladimirs die Gegenwart nicht vergessen. Mit fast 350.000 Einwohnern ist die Stadt ein lebhaftes Zentrum mit viel Kultur, interessanten Restaurants und Cafés, die viele leckere russische Spezialitäten zu bieten haben. Unbedingt kosten sollten Sie Blini, russische Crêpes, und Pelmeni, die russischen Tortellini.

Susdal

Pokrowski-Kloster

Etwa 200 km nördlich von Moskau empfängt Sie die heimliche Hauptstadt des Goldenen Rings: Susdal, das russische Bilderbuchstädtchen mit 11.000 Einwohnern, 33 Kirchen, fünf Klöstern und vielen schönen Holzhäusern.

Erstmals erwähnt wurde die Stadt 1024, rund 100 Jahre später entstand die erste befestigte Anlage, auf russisch „Kreml“. Im 15. Jahrhundert ging es bergab mit der politischen Bedeutung. Stattdessen wuchsen die Gotteshäuser und Klöster in den Himmel. Allein in den Kremlmauern stehen zwei: die Muttergottes-Geburts-Kathedrale mit ihren fünf blauen Kuppeln und das Erlöser-Euthymios-Kloster.

Heute gehört das Kreml-Ensemble zu den sehenswerten „Weißen Monumenten“ Susdals. Interessant auch die Geschichte des Pokrowski-Klosters. Hier pflegten Zaren und Fürsten ihre adligen Gattinnen einzusperren, wenn sie den Plänen der Herrscher im Weg waren. Heute geht es entspannter zu in Kloster und Stadt, der es gelungen ist, das besondere Flair einer alten russischen Stadt zu bewahren. Mehr als 300 Denkmäler gibt es auf nur neun Quadratkilometern zu besichtigen und alle stehen sie unter Denkmalschutz.

Kostroma

Kathedrale von Christentum

Eine Perle des Goldenen Rings. Kostroma gehört zu den reizvollsten Städten Russlands, was genau genommen auf eine Katastrophe zurückzuführen ist. 1773 vernichtete ein Feuer die gesamte aus Holz errichtete Innenstadt, woraufhin angeordnet wurde: Alle neuen Häuser müssen aus Stein gebaut werden. Viele dieser Gebäude stehen noch heute an den Straßen, die fächerförmig vom zentralen Susanin-Platz ausgehen und erinnern an ein klassizistisches Freilichtmuseum.

Aber auch die pittoresken, alten Holzbauten sind noch zu finden, wenn auch nur im Holz-Baukunst Museum mit seinen russischen Bauernhäusern, alten Holzkirchen und Windmühlen. Zu finden ist es gleich neben dem Hypathius-Kloster, das malerisch an der Mündung der Kostroma in die Wolga liegt. Ein Kloster, das in der Geschichte Russlands einen besonderen Stellenwert einnimmt. In der reich ausgeschmückten Dreifaltigkeits-Kathedrale wurde 1613 der erste Zar der Romanow-Dynastie gekrönt, die bis 1917 die Zaren stellte.

Und auch ein Blick auf das andere Wolga-Ufer lohnt. Hier steht die noch heute betriebene alte Leinenmanufaktur, deren Erzeugnisse in vielen Geschäften erhältlich sind.

Jaroslawl

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Eine Stadt, die von allem etwas zu bieten hat: Mit ihren rund 600.000 Einwohnern ist sie eine pulsierende, moderne russische Großstadt.

Zugleich lassen ihre berühmten weißen Kathedralen und Kirchen die altrussische Architektur lebendig werden und mit ihrem klassizistisch angelegten historischen Zentrum erinnert sie an die bedeutende Baureform von Katharina der Großen, die zwischen 1763 und 1830 sämtliche russische Städte reformieren ließ. Die Folgen können sich sehen lassen: Unterschiedlichste historische Baustile harmonieren in der strahlenförmig ausgerichteten Innenstadt Jaroslawls perfekt miteinander: Sie treffen auf typisch russische Kirchen wie die Christi-Verklärungs-Kathedrale mit ihren meisterhaften Fresken, auf die komplett aus Backsteinen errichtete Epiphanias-Kirche oder auf die Prophet-Elias-Kirche, die mit ihren fünf grünen Zwiebeltürmen ein wahres Schmuckstück ist. Dazwischen prächtige, neo-klassizistische Herrenhäuser, alte Markthallenbauten und der Prachtbau des Wolkow-Theaters, das erste russische öffentliche Theater.

Überhaupt werden Kunst und Kultur in Jaroslawl großgeschrieben. Allein das Jaroslawler Kunstmuseum ist mit seinen 70.000 Exponaten eines der größten in der russischen Provinz.

Rostow

Kreml der alten Stadt von Rostow

Wenn sich das Meer an grünen und goldenen Kuppeln, an Türmen und mächtigen Mauern des berühmten Rostower Kremls im Nerosee spiegelt, dann erleben Sie Russland von seiner schönsten Seite.

Rostow, bis ins 18. Jahrhundert Rostow Welikij, die Große, genannt, besitzt seit 1660 sein Wahrzeichen: den Kreml mit der Uspenski-Kathedrale, dem Fürstenpalais und der berühmtesten Glockenkirche Russlands. 15 Glocken, darunter die schwerste mit einem Gewicht von 32 Tonnen, lassen regelmäßig ihre weltberühmten, wunderschönen Glockenklänge ertönen. Der Komponist Hector Berlioz reiste für sie eigens 1869 in die russische Provinz. Heute leben rund 35.000 Menschen in dem beschaulichen Städtchen, das zu den ältesten des Goldenen Rings gehört. Bereits 862 wurde die Stadt erstmals erwähnt.

Berühmt wurde sie ein Jahrtausend später durch eine besondere Kunst: die Keramikmalerei. Die Rostower Finift sind vollendete Miniaturgemälde auf Emaille,  die Schmuck, Ikonen, Portraits und kleine Kreuze schmücken. Ein unvergängliches und einzigartiges Reisesouvenir, denn die „Feuermalerei“ verblasst nie und behält für immer ihren wunderschönen Glanz.

Sergijew Possad

Dreifaltigkeitskathedrale

Eine Stadt, die Ihnen lange in Erinnerung bleiben wird. Zuallererst wegen seines prächtigen Dreifaltigkeits-Klosters, dem religiösen Zentrum von ganz Russland. Reihen Sie sich ein in die nie versiegenden Pilgerströme und entdecken Sie das von Zar Iwan dem Schrecklichen zur Festung ausgebaute Kloster. Schneeweiße Mauern, goldene Kuppeln und der 88 Meter hohe Glockenturm prägen das einzigartige Ensemble.

Drumherum: das 100.000 Einwohner zählende Städtchen Sergijew Possad, ein lebendiges Freilichtmuseum – und die Geburtsstätte der berühmten Matroschkas, der ineinander gestapelten Holzpuppen. Zu besichtigen sind sie im berühmten Spielzeugmuseum, das eine beeindruckende Sammlung an Holzspielzeugen präsentiert.

Oder direkt in einem der Souvenirstände des Klosters, in dem Sie unbedingt die Klosterküche entdecken sollten. Wie wäre es mit frisch zubereiteten Kwass mit Rosinen und Zucker? Oder mit dem bekannten Honigkuchen des Klosters, der nach einem streng geheimen Rezept gebacken wird und zu einem Besuch in Sergijew Possad unbedingt dazugehört.

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